Montag, 26. Mai 2014

[R] Im Zeichen des Schicksals - Mina Hepsen


Mina Hepsen

Im Zeichen des Schicksals
Flammenblut 1

Verlag: Goldmann
DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Taschenbuch, 416 Seiten
9,99 € [D]

ISBN: 978-3-442-47981-8

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Eigentlich heißt Celine gar nicht Celine, sondern Sarah. Und eigentlich ist auch Sarah nicht ihr richtiger Name. Mit einer schlimmen Kindheit bestraft, aber mit einer besonderen Gabe gesegnet, vergisst Celine gerne welche schlimmen Ereignisse sich schon in ihrem jungen Leben zugetragen haben und hilft lieber anderen Menschen, die in Gefahr schweben. Sie kann in die Zukunft sehen und besitzt die Fähigkeit Menschen zu reinigen, die von einem Dschinn besessen sind.
Von einen ihrer Visionen wird Celine in einen kleinen Vorort geführt. Doch wie genau sie hier helfen kann, muss sie erst noch herausfinden. Hilfe erhofft sie sich von ihren besten Freunden, die aus Tarotkarten bestehen.



Celine ist eine wahnsinnig tolle Protagonisten, mit der ich eigentlich sehr gerne meine Zeit verbracht habe. Das Mädchen ist wirklich vielseitig begabt und sehr herzlich. Obwohl sie allen Grund zum Jammern hätte, ist das einfach nicht ihr Stil. Leider macht Autorin Mina Hepsen die Figur der lieben Celine ein bisschen kaputt, indem diese ständig ein schlechtes Gewissen, wegen der guten Dinge, die ihr an ihrem Zielort widerfahren, eingeschrieben. Diese ständige Wiederholung von "Ohh... Ich bin ja so ein schlechte Mensch, weil ich hier alle belüge, damit ich ihnen helfen kann" gingen mir dann doch ein bisschen auf die Nerven.

Ganz zu Beginn gibt es wirklich ein bisschen Action rund um die Dschinns, auf die Celine sepzialisiert ist. Ihre Austreibungstaktiken werden aber sehr nüchtern beschrieben und wirken daher etwas langweilig. Gar kein Problem! Das war es nämlich schon mit den mystischen Dschinns, über die es im weiteren Verlauf nur noch theoretische Informationen gibt, die zwar sehr interessant sind, aber eben nicht das, was ich erwartet hatte.

Genau so wenig erwartet hatte ich das Setting. Celine landet nämlich in einem Vorort mit lauter reichen, verwöhnten Kids. Das ganze erinnert stark an eine Mischung aus O.C. California und Beverly Hills 90210 hoch 10. Sehr nervenaufreibend. Celine passt da so gar nicht rein, was sie natürlich weiß, wie oben schon erwähnt. Aber je mehr sie versucht nicht aufzufallen, desto mehr gerät sie ins Scheinwerferlicht. Hier ist der ein oder andere äußerst amüsante Moment vorprogrammiert.

Aber wo sind die Dschinns? Und was hat es nochmal mit den Tarotkarten auf sich? Ach.. Und ihre Visionen gab es ja auch noch.

Fangen wir mir den Visionen an. Die Visionen, die Celine hat, sind wahnsinnig gut beschrieben und sind neben Celine selbst definitiv ein Highlight des Buches. Mit dem Voranschreiten der Geschichte treten die Visionen, die für einen etwas schwammigen aber definitiv vorhanden Spannungsbogen sorgen, immer häufiger auf.

Mal davon abgesehen, dass die Karten die besten Freunde von Protagonistin Celine sind, scheinen diese doch eher nutzlos.
Mina Hepsen hat diese fleißig mit in die Kapitel eingearbeitet, was zunächst schön aussieht und sich spannend anhört, zum Schluss aber nur noch genervt hat, weil sie schlicht und ergreifend keinen Sinn ergeben. Nicht nur Celine ist frustriert, weil ihre Karten ihr keine besonders große Hilfe sind, sondern auch der Leser, der fleißig die Überschriften und die Symbole der Karten studiert, aber einfach nicht schlau daraus wird.

Die Dschinns. Ohne das Ende zu verraten, lässt sich zu diesen mystischen Geschöpfen gar nicht so viel sagen. Tatsächlich sind sie sehr gut beschrieben und machen Lust auf mehr.

Leider wirkt das ganze Buch, in dem leider überhaupt nicht so viel passiert, eher wie eine wahnsinnig lange Einleitung, die durchaus Lust auf mehr Celine, Mina Hepsen und Flammenblut macht, aber für eine Vorgeschichte deutlich zu lang ist und für einen ersten Teil einfach zu schwach ist, wenn es um die Handlung geht. Trotzdem konnte Mina Hepsen mit tollen Charakteren, einer wahnsinnig spannenden Grundidee und einem tollen Schreibstil, der flüssig zu lesen ist, überzeugen.


Tolle Idee, sympathische Protagonisten, toller Schreibstil, furchtbares Setting, einige Logikfehler und eine Handlung, die für einen ersten Teil definitiv zu schwach ist. Trotzdem bin ich wahnsinnig gespannt auf den zweiten Teil der Reihe, in dem die Geschichte dann wohl einiges an Fahrt aufnehmen wird. "Im Zeichen des Schicksals" ist wohl eher als Vorgeschichte bzw. sehr lange Einleitung anzusehen.


2 gute Herzen für Mina Hepsen und "Im Zeichen des Schicksals"




Kommentare:

  1. Huhu,
    tolle Rezi ich konnte dem Buch auch nicht die volle Punktzahl geben (ich glaube es war bei mir 3* oder 3,5*) gut aber nicht überragend mich hat diese ganze Teenie-Highschoolstory genervt ich hatte etwas mehr Fantasy erwartet der Anfang war ja ziemlich vielversprechend aber dann wurde es leider 0815

    LG ♥

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  2. Mehr als 0815, aber dafür hat das Ende wieder Lust auf den zweiten Teil gemacht.

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  3. So 08/15 Geschichte sind auch nicht wirklich mein Ding. Durch deine Rezension weiß ich wenigstens, dass ich das Buch nicht unbedingt zu lesen brauche ;-).
    Da lese ich dann doch lieber ein anderes :-D.
    Danke für deine ausführliche und ehrliche Rezension.

    Liebe Grüße
    Vanessa

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    1. Hallo Vanessa,
      vielen Dank für dein Feedback ;-)
      Ich werde den zweiten Teil auch lesen und mal schauen ob ich mit der laaaaangen Einleitung recht behalte. Vielleicht wird der zweite Teil ja ein richtiger kracher, wenn man vom Setting absieht.

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