Mittwoch, 7. August 2013

[R] Schwanzentanz - Jean Francis

Bildquelle: Sieben Verlag
Autorin: Jean Francis
Titel: Schwanzentanz
Genre: Erotischer Roman

Seiten: 208

Buch ( broschiert) : 14,90€ [D]
E-Book : 8,99€ [D]










Klappentext:
Die Sídhe nannten sich das Feine Volk aus den Hügeln. In vergangenen Zeiten sprach man nur im Flüsterton über sie. Im Mondschein kamen sie in die Dörfer und raubten den Frauen die Ehegatten aus den Betten und die Söhne aus den Wiegen. Als Liebessklaven mussten Menschenmänner die unersättliche Lust der Sídhefrauen stillen. Aber dann verschwand das Feine Volk. Ging zurück nach Avalon. So heißt es in den Legenden. Heute weiß niemand mehr, dass eine von ihnen zurückblieb.

Brandon Cnocach, der ranghöchste Krieger der Sídhefürstin Cara, hat längst vergessen, wie viele Fluchtversuche hinter ihm liegen. Caras Bann dominiert seinen Körper sowie seinen Geist, trotz seines Freiheitsdrangs ist er ihr hörig. Erst Suzanna, eine Balletttänzerin aus London, deren Hingabe der junge Krieger fordert, verleiht ihm neuen Mut. Doch Mut allein ist im Kampf gegen eine Sídhefürstin sehr, sehr wenig …

(Textquelle: Sieben Verlag)


Leider animiert mich dieses Buch zu diversen Vergleichen. Es tut mir ja wirklich leid, aber die ganze Story erinnerte mich sehr stark an die Firebrand-Serie von Elisabeth Naughton, deren ersten beiden Teile in der Lust de Lyx - Reihe erschienen sind. Auch die Qualität der Geschichte erinnerte sehr stark an diese Kurzgeschichten, die für 2,99 € zu erwerben sind. Aber der Preis eines Schriftstücks sagt ja bekanntlich nicht viel über die Qualität des Inhalts aus.

Trotzdem: "Schwanentanz" war leider kein wirklich zufriedenstellendes Erlebnis für mich.

Während mir Suzanna noch ganz symphatisch war, konnte ich mit Brandon überhaupt nichts anfangen. Die Geschichte seines besten Freundes Aiden, der ebenfalls unter Caras Herrschaft lebt, hatte leider überhaupt keine Möglichkeit, um richtig wirken zu können. 
Das Ganze wirkt wie ein wackeliges Geflecht, dessen Einzelteile sich gegenseitig abstoßen und nicht zusammen arbeiten, wie sie es eigentlich sollten.
Ein großer Pluspunkt war die düstere – mystische Stimmung, die von der Autorin von Anfang bis Ende gehalten werden konnte. Ein weiterer Pluspunkt sind die Nebencharaktere, die etwas lockere Abwechslung in das Geflecht bringen, das ansonsten sehr gezwungen wirkt.
Schön war hier, dass verschiedene Aspekte der Legenden rund um die „guten Nachbarn“ mit in die Geschichte eingeflossen sind. So hatten die Anwohner z.B. verschiedene Geschichten über das Feenvolk parat und auch völlig unterschiedliche Varianten mit diesen umzugehen. 
Tatsächlich gibt es aber gar kein Feenvolk in diesem Buch, sondern nur eine gute Nachbarin, nämlich Cara die Fürstin aus den Hügeln, die sich mit ihren menschlichen Kriegern und den Gnomen umgibt, die sie mit ihrer grausamen Magie beherrscht.
Die erwähnten Gnome waren für mich das Beste der Story. Mit ihrer quirligen und gleichzeitig mürrischen Art, der eigenen Art zu sprechen, waren die kleinen Knirpse definitiv mein Highlight. Von Dwyn und Co. hätte ich gerne noch viel mehr gelesen.
 
"Mylady ist unzufriedenböse", knurrte Dwyn.


Warum der Titel des Buches „Schwanzentanz“ lautet, erfährt man eigentlich erst gegen Ende, bzw. ab da macht der Titel dann erst Sinn. Für mich war das eine der wenigen Sachen die wirklich gut umgesetzt waren – Der Schwanentanz. Die erotischen Szenen, egal ob zwischen Sidhe-Fürstin und ihren Kriegern, oder den beiden Protagonisten, fehlte eindeutig die Sinnlichkeit, daher wirkten auch diese irgendwie absolut fehl am Platz. 


3/5 Herzen für ein Buch, das mich leider nicht überzeugen konnte, aber durch einige Einflüsse, witzige Ideen, düstere Stimmung und einen sehr angenehmen Schreibstil trotzdem gut zu lesen war. 
Aufgrund der Emotionen, die bei mir einfach nicht ankamen, konnte mich die Autorin mit "Schwanzentanz" nicht in ihren Bann ziehen. 

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