Samstag, 14. Juli 2012

"Jenseits des Mondes" von Heather Terrell


Jenseits des Mondes von Heather Terrell
Die Chroniken der Nephilim - Band 2



Kurzbeschreibung

Wenn es nach den Eltern von Ellie und Michael gegangen wäre, könnten sich die beiden an nichts erinnern. Die beiden Nephilim wissen aber ganz genau was sie sind und was sie getan haben. Um die Welt vor dem Untergang zu retten spielen die beiden dennoch mit und versuchen das gewöhnliche Leben von gewöhnlichen Teenagern zu leben, was Michael deutlich besser zu gelingen scheint.Doch dann stößt Ellies beste Freundin die beiden auf die ersten Anzeichen der nahenden Apokalpyse, die unbedingt verhindert werden muss. Aber wie? Ellie ist kurz vor dem Verzweifeln, als himmlische Hilfe naht. Und dann steht der Weltuntergang auch schon vor der Tür und verlangt verhindert zu werden. Können Ellie und Michael die Welt retten, oder wird das Ende Zeit von den Gefallenen beherrscht, die sich an Gott und der Menschheit rächen wollen?

Meine Meinung

"Jenseits des Mondes" ist der zweite Teil von "Die Chronik der Nephilim"
Auf den ersten 80 Seiten passiert nichts.
Ellie bemitleidet sich selbst, hat Probleme damit die Fassade aufrecht zu erhalten und ihre Kräfte zu zügeln. Danach passiert wenigstens ein bisschen was. Ruth, Ellies beste Freundin, bringt ein bisschen Leben in die Geschichte. Ab ca. Seite 120 geht es dann so richtig los.
Der Schreibstil ist, wie bereits im ersten Teil, wieder locker und leicht. Der Leser wird schnell und angenehm von Heather Terrell über die Seiten getragen, sodass man das erste Drittel gut übersteht, obwohl es in der Handlung nicht wirklich vorwärts geht.
Nachdem der Leser irgendwann erfährt worin genau die Aufgabe der beiden besteht, geht alles recht schnell. Die Kämpfe und das Spiel um das Ende der Welt können beginnen.
Gestört wird das ganze durch die Beziehung der beiden Nephilim. Immer wieder treten nervige Probleme auf, die durch nicht nachvollziehbare Reaktionen hervor gerufen werden. Ich wäre fast verzweifelt. Zum Glück gibt es da auch noch Rafael ;-) Dieser Charakter hat mir gut gefallen, und wirkte auch viel lebendiger als alle anderen. Mit ihm konnte ich mitfühlen. Mit den anderen Personen war das nur wenig, oder gar nicht möglich. Auch an seiner Geschichte konnte ich gefallen finden. Endlich mal jemand der ehrliche Opferbereitschaft zeigt. 
Das Ende von "Jenseits des Mondes" ist kurz und schmerzlos. Ich hätte gerne noch 1-2 Kapitel über das große Danach gelesen, kann dem schnellen Ende aber durchaus was abgewinnen. So kann sich jeder selbst seine Gedanken und ein Bild über das Danach machen.

Fazit/Bewertung

Schöne Idee, mangelhafte Umsetzung, lesenswerter Schreibstil.
"Jenseits des Mondes" ist ein Jugendbuch, welches den Sprung zu einem All-Ager, in meinen Augen, nicht geschafft hat, sich aber locker und leicht lesen lässt. 
Kein Must-read, aber gewiss keine Zeitverschwendung.


3/5




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